Samstag, 16. Juni 2012

Gelbes Meer vor Port de Soller

Extra zum Osterfest wollte Port de Soller sich heraus putzen und dazu gehörte die Aufschüttung seines Sandstrandes. Doch nach getaner Arbeit veränderte das Meer über die Tage sein Aussehen, das Wasser färbte sich gelb. Die Frage ist nun ob jede wetterbedingt raue Sehe den neu aufgeschütteten Sand zu einer gelben Brühe anrührt, oder ob der starke Wellengang an Ostern das Einzelphänomen verursacht hatte. Als Teil des diesjährigen Modernisierungsprogrammes von Port de Soller war der Sand extra von Schiffen in Valencia herangeschafft worden. Nun heißt es Daumen drücken, dass die Verschönerungsaktion tatsächlich Bestand hat, damit die Ostergäste, die in den vielen Ferien-Fincas der Region erwartet werden, nicht andere Stände aufsuchen, weil sie der Anblick gruselt.

Eigener Ticketschalter für Zelle 4

Eine sehr 80-jahre alte Fehde um Valldemossas wichtigste Touristik-Attraktion geht in die nächste unschöne Runde. Ein Gerichtsurteil hatte letztes Jahr die Zelle 4 als authentische Wohnung anerkannt, in der Frederic Chopin und George Sand den Winter 1848-49 verbrachten. Grund genug für den Betreiber der Zelle 4 sich diese Saison aus der Betreibergesellschaft auszuklinken, die bisher für 8 Euro die Besuchertickets für die gesamte Karthause, den Palast von König Sanxo, eine historische Apotheke und das Gemeindemuseum angeboten hatte. Die Eigentümer der Zelle 4 sind der Meinung , dass viele der jährlichen 200.000 Touristen vorrangig an der originalen Chopin-Behausung interessiert sind und eröffnen ihren eigenen Ticketschalter : mit eigenem Eingang, einem Eintrittspreis von 3 Euro und eigenen Öffnungszeiten. Es bleibt abzuwarten, was die Touristen dazu sagen.

Die Lufthansa kommt

Deutschlands größte Fluggesellschaft nutzt die Insovenz seines bisherigen spanischen Partners Spanair um seine Flüge nach Mallorca kräftig auszubauen und um dem fast- Monopol des deutschen Mitbewerbers AirBerlins Einhalt zu gebieten. Die häufigsten Abflugsstädte sind Düsseldorf und Frankfurt mit 14 bzw 10 wöchentlichen Flügen, aber auch München, Stuttgart und Hamburg können sich auf mehr Flüge auf die Sonneninsel freuen – und Berlin kommt erstmalig in den Vorzug von sechs wöchentlichen Verbindungen. Zusammen genommen addieren sich alle Deutschlandverbindungen auf 40 Flüge, das ist ein Anfang, denn der kleine Mitbewerber Condor kommt schon auf 70 Flüge und Marktführer AirBerlin auf stolze 320 Direktflüge pro Woche.

Anbaden in Puerto Portals

Zum vierten Mal bereits zelebrierte das Inselradio das „Anbaden“ wie das zeremonielle Baden gehen in den noch fürchterlich kalten Fluten zum Saisonauftakt genannt wird. Angebadet wurde dieses Jahr am schönen Strand vor der Beach-Alm in Puerto Portals. Nach einem Begrüßungsdrink für alle Mit-Anbader, folgten um 17 Uhr alle Teilnehmer dem Vorbild der beiden Moderatoren der Inselradio Morningshow, Jörg Jung und Mirja Helms, und stürzten sich in die 15 Grad kalten Fluten. Um die Motivation zu steigern und die Anbader auch mit dem Kopf unter Wasser zu zwingen, hatten die Veranstalter mehrere Champagner Flaschen im Sand versteckt, die derjenige, der sie hochtauchte behalten durfe. Nach dem tapferen Bad standen heiße Duschen zur Verfügung und das Haare- und Styling Team von Felix Hair half, beim anschließenden Barbecue gut auszusehen.

Wo sind die Pesetas?

Auch heute – ganze 10 Jahre nach der Euroumstellung – fehlen noch große Geldmengen der ehemaligen Landeswährungen. In Spanien sind dies etwa 3,5 Prozent – oder anders ausgedrückt Peseten in Höhe von stolzen 1,7 Milliarden Euro.Wo sind sie, die Pesetas? Vergessen im Kopfkissen, vergraben im Garten, aufbewahrt in Münzalben? Nachdem es schon Event-Tage in Palma gegeben hat, an denen die Waren und Produkte in Peseten bezahlt werden durften, wird nun merhr wieder die unbegrenzte Umtauschfrist in der BE-Filiale propagiert. Wer zu Hause noch Peseten rumliegen hat, kann das Geld auf Mallorca bei der BE-Filiale in der Altstadt Palmas, Carrer Sant Bartomeu, 16, eintauschen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 08h30 und 14h00.

Hotelbau am Es Trenc Strand

Am Ostermontag haben rund 400 Menschen am Strand von Sa Ràpita demonstriert. Grund für den Protest sind die Pläne zur Erbauung eines Luxushotels gegenüber dem Clúb Naútico unweit vom Naturstrand Es Trenc an der Südküste von Mallorca. Der Protest richtete sich im wesentlichen gegen den Plan der Landesregierung dem Projekt Landesinteresse zu deklarieren und den Nutzungsplan entsprechend zu ändern. Doch da wollen die Gegenparteien EU, PSM oder PSOE nicht mitmachen. Sie hatten letztes Jahr zwei nicht zwanzig Hektar zur Bebauung freigegeben und waren von einem Hotel mit 140 Betten und nicht 1200 Betten ausgegangen. Die als kleine Fehler heruntergespielte Tatsachen erzürnen die Politiker, aber auch die Umweltschützer, di fürchte, das das geplante Hotel so nahe am populären Es Trenc Naturstrand fatale Folgen für die Natur haben könnte.

8 neue Radarfallen

Nun es es offiziell – nach der Installation von 8 neuen Radaranlagen, wird nun an 12 Stellen auf Mallorcas Straßen geblitzt. Laut Sprecherin der Verkehrsbehörden stehen die neuen, festinstallierten Fallen an Landstraßen, an denen es bisher besonders häufig zu Unfällen kam. Allein im vergangen Jahr waren 34 Menschen bei Autounfällen auf Landstaßen ums Leben gekommen – die Mehrzahl wegen überhöhter Geschwindigkeit. Knapp 75.000 Strafen wurden gegen Raser ausgestellt, allein 32.000 von den ursprünglichen Autobahn-Blitzanlagen. Neben empfindlichen Geldstrafen, die zwischen 100€ und 600€ angesiedelt sind, erwarten den Raser obendrein 6 Punkte oder gar ein Strafverfahren. Übrigens: Ist der Fahrer des Fahrzeuges nicht festzustellen, so haftet der Fahrzeughalter. Die jeweilige Strafe bleibt an ihm hängen.

Langzeit-Touristen müssen sich registrieren

Jeder EU-Ausländer, der länger als drei Monate am Stück in Spanien lebt, muss sich ins Ausländerregister (Registro de Extranjeros) eintragen lassen. Das geht auf Mallorca nur auf dem Ausländeramt in Palma. Mitzubringen sind der Reisepass samt Kopie, und das Antragsformular in zweifacher Ausführung. Letzteres kann man sich vorab aus dem Internet herunterladen (www.mpt.gob.es) und ausdrucken. Auf dem Amt bekommt man dann die Einreichungsbestätigung zusammen mit der Zahlungsaufforderung über 10,20€ Gebühren, die man umgehend bei einer naheliegenden Bank einzahlen muß, um den Zahlung-Nachweis wieder zurück aufs Amt zu bringen. Es erfolgt die Registereintragung. Bitte beachten Sie dass die Registrierung in Spanien Sie automatisch zum Steuerinländer macht.

Neue Gastronomie Verordnung für Palma

Der Kampf um eine abendlich lebendige Innenstadt mit Geschäften und Lokalen beziehungsweise um die Ruhe der Anwohner geht in Palma noch bis April weiter. Dann nämlich soll die neue Gastro-Verordnung endgültig Abhilfe schaffen. Die Sperrstunde für Straßenlokale soll von bisher 00h00 auf 00h30 ausgeweitet werden. Weitere Streitpunkte sind die angedrohte Abschaffungpflicht der günstigen Standard-Heizpilze, Windschutzwände und Markisen, die für Raucher und andere Gäste im Freien ein gemütlicheres Ambiente schaffen sollten. Die neue Gastronomie-Verordnung soll unter anderem auch gestatten, dass die Gastwirten der anliegenden Restaurants und Cafes auf dem Mittelstück des Borne Tische und Stühle auf stellen und die Gäste bewirten dürfen. Allerdings wird es bezüglich des Mobiliars strenge Vorschriften geben. Markenlogos (wie Coca Cola Schirme und ähnliches) sind strikt verboten.

Neue Straßenmusiker-Verordnung

Die Touristen freuen sich über verschiedene Stimmungen in der Fußgängerzone oder im Café, doch die Anwohner, Ladenbesitzer und Wirte fühlen sich durch die stundenlangen, sich wiederholenden Vorträge der Künstler belästigt. Die zahlreichen Beschwerden haben nun zu einer neuen Straßenmusiker-Verordnung geführt. Diese sieht zum Beispiel vor, dass die Musiker alle 30 Minuten ihren Standort wechseln müssen – und ihre Lieder an einem Ort nicht wiederholen dürfen. Vom Inhaber eines jeden Geschäftes oder Gastronomiebetriebes vor dem sie sich platzieren, müssen die Musiker vorab um Erlaubnis fragen. Weiterhin dürfen keine Verstärker mehr zum Einsatz kommen und auch keine Schlaginstrumente mehr – dies soll zu einer zumutbaren Lautstärke führen. Zwischen 22h00 und 10h00 und zwischen 14h00 bis 17h00 darf gar nicht mehr musiziert werden. Noch halten sich die meisten Künstler nicht an die städtische Verordnung, weil sie sie gar nicht kennen, es bleibt abzuwarten wie streng das Regelwerk durchgesetzt wird.

Das Ende einer Gastronomie Legende

Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die Presse: Das vielleicht berühmteste Restaurant der Insel – das Tristan – wird nach 25 Jahren nicht mehr aus dem Winterschlaf geweckt. Es gibt eine Konzept-Änderung, wobei sich die Hauptakteure sich nicht verändert haben. Gerhard Schwaiger (52), der schon die Eröffnung des Tristan als Souchef an der Seite von Heinz Winkler mitgemacht hatte und seit 18 Jahren erfolgreich die Chefposition inne hielt, stellte die neue Richtung vor. Das bisherige „Bistro del Tristan“ wird als Tristan Bistro in den Räumlichkeiten des Tristan weitergeführt, während in den Räumlichkeiten des bisherigen „Bistro del Tristan“ ab April das „Tristan Mar“ entsteht, in dem es künftig frische Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten geben soll.

Mallorca Strafzettel nicht mehr zu ignorieren

Das Vergehen ist bekannt und wird von Tausenden von Urlaubern jedes Jahr absichtlich begangen. Sie verlassen die Insel, ohne die eingefangenen Strafzettel zu bezahlen. Laut neuesten Statistiken wurden 20 Prozent der 2009 und 2010 verhängten Geldbußen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung oder Fahrens unter Alkoholeinfluss an Urlauber ausgestellt. Ein Großteil der Strafen wurde unter Androhung der sofortigen Stillegung des angehaltenen Autos sofort eingetrieben, aber bei Radar-Messungen, erwies sich die Verfolgung der nicht in Spanien gemeldeten Fahrzeughalter sehr schwierig. Dessen soll nun ein Riegel vorgeschoben werden.Zum einen unterstützte das Europäische Parlament im Juli eine EU-Richtlinie, die es einfacher machen wird, Daten im Zusammenhang mit Verkehrsdelikten auszutauschen.Außerdem haben sich die Inselbehörden im Dezember 2011 mit fast 70 Autovermietungen auf die Offenlegung von Kundendaten bei Verkehrsdelikten geeinigt. Wenn Sie also künftig ein Knöllchen auf Mallorca kassieren, sollten sie es nicht mehr einfach wegwerfen. Im Gegenteil, zahlen Sie sofort – und verringern Sie die “Multa” (Protokoll) um oft 50%.

Vorsicht Nummernschild-Fallen

Deutsche Mallorca-Residenten, die noch ihr Auto mit heimatlichem Nummernschild fahren aufgepasst. Nachdem das Thema die letzten Monate eher lax gehandhabt wurde, haben sich seit Ende Januar 2012 die Kontrollen des Zolls wieder verschärft. Gleich 10 Autofahrer mit ausländischem Kennzeichen gingen am Dienstag, den 24.01.2012 in Portals Nous in die Falle – und konnten nicht nachweisen, dass ihr Fahrzeug kürzer als 6 Monate auf der Insel weilte. Der resultierende Vorwurf gild der nicht abgeführten Zulassungssteuer und wird mit einer Geldbuße gefahndet. Die Höhe der Zulassungssteuer richtet sich bei jedem Fahrzeug nach mehreren Kritierien wie Zeitwert und CO2 Ausstoß – so werden z.B. für einen knapp drei-einhalbahre alten Nissan Qashquai 818,45 Euro erhoben.

Die Radsaison hat begonnen

Die Reiseanbieter für den Fahrradtourismus auf Mallorca arbeiten gerade auf Hochtouren um die spätestens im März beginnende Saison Vorzubereiten. Wie jedes Jahr wird mit etwa 110.000 Radlern gerechnet, die mit ihren Renn- Trekking und Mountain-Bikes über die Straßen, Wald- und Feldwege fahren wollen. Darunter ist die Mehrheit aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch die Zahl an Briten, Skandinaviern und auch Franzosen und US-Amerikaner steigt kontinuierlich. Als Kernzeiten für die ambitionierten Radliebhaber haben sich Mitte Februar bis Ende Mai etabliert sowie die kleinere Herbstsaison im September und Oktober. Für Gruppenausflüge bietet es sich an einen Rad-Guide mit viel Spaß am Sport – und Kenntnissen über Land und Leute zu buchen.

SpainAir stellt Betrieb ein

Am 27. Januar 2012 stellte SpanAir von einer Stunde auf die andere seinen Flugbetrieb ein. Zuvor hatte die katalanische Regionalregierung verweigert der sichfinanziell in der Schieflage befindlichen Airline einen weiteren Kredit zu genehmigen. Allein in Palma entfielen an dem betroffenen Wochenende 27 Flüge, die 1200 Passagiere befördern sollten. Während die Tickets vieler Passagiere umgebucht werden, arbeiten die Mitbewerber eifrig daran die entstandenen Lücken zu füllen. Spanair, mit Drehkreuz in Barcelona war auch Partner der Lufthansa in der Star Alliance und übernahm Codesharing-Flüge nach Barcelona zum Weiterflug nach München, Berlin und Bremen. Ob Lufthansa nun selbst fliegt oder sich einen Partner sucht ist noch nicht klar.

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